Beziers

Die Nacht war sehr sehr warm, aber eigentlich haben fast alle ganz gut die Augen zumachen können.  Johann und Marc waren die ersten an Bord und machten die Leinen los um zum Schwimmdock zu fahren. Wir machten an einem Baumstamm fest und sprangen alle zur Erfrischung einmal in den Fluss! Einfach schön!

Frühstück gab es auf Deck während der Fahrt.

Es ging zurück Richtung Le Boat Base Port Cassafieres. Die Rundschleuse klappte beim zweiten Mal super und bei der Base übten wir einmal auffüllen und vor allen Dingen abpumpen des Schmutzwassers. Klappte alles, war zwar Kacke aber weiter ging es.

 

Mal ein paar Fakten zum Canal du Midi:

Der Canal du Midi gehört zu den schönsten Wasserwegen Europas und ist ein echtes Highlight für alle, die Frankreich abseits der großen Touristenströme entdecken möchten. Er verbindet die Stadt Toulouse mit dem Mittelmeer bei Sète und schlängelt sich auf rund 240 Kilometern durch die reizvolle Landschaft Südfrankreichs.

Erbaut wurde der Kanal im 17. Jahrhundert unter der Leitung des Ingenieurs Pierre-Paul Riquet. Sein Ziel war es, eine schiffbare Verbindung zwischen Atlantik und Mittelmeer zu schaffen und damit den gefährlichen Seeweg um die Iberische Halbinsel zu umgehen. Für seine Zeit war der Canal du Midi ein technisches Meisterwerk: Zahlreiche Schleusen, Brücken, Aquädukte und Tunnel zeugen bis heute von der beeindruckenden Ingenieurskunst jener Epoche. Seit 1996 gehört der Canal du Midi zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Besonders reizvoll ist die Vielfalt der Landschaften. Der Kanal führt durch Weinberge, Sonnenblumenfelder, historische Städte und idyllische Dörfer. Unterwegs begegnet man beeindruckenden Schleusenanlagen, romantischen Steinbrücken und schattigen Uferwegen, die sich hervorragend für Radtouren oder Spaziergänge eignen.

Zu den außergewöhnlichsten Bauwerken am Canal du Midi zählen die sogenannten Rundschleusen. Anders als herkömmliche Schleusen besitzen sie ein nahezu kreisförmiges Schleusenbecken, von dem mehrere Kanäle oder Wasserwege abzweigen. Dadurch können Boote je nach Fahrtrichtung in verschiedene Arme des Kanals geschleust werden – eine für die damalige Zeit bemerkenswert innovative Lösung.

Die bekannteste Rundschleuse ist die Écluse Ronde d’Agde, die wir am Morgen machten. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und diente ursprünglich dazu, den Canal du Midi mit dem Fluss Hérault sowie einem Seitenkanal in Richtung Mittelmeer zu verbinden. Durch ihre kreisförmige Bauweise konnten Schiffe flexibel zwischen den verschiedenen Wasserwegen wechseln, ohne dass mehrere separate Schleusenanlagen erforderlich waren.

Schleusen war wieder ein Highlight besonders für die Posers ein neues Event und machten allen super viel Spass.

Wir steigerten uns von Schleuse zu Schleuse, es wurde höher und morgen wir in einer Neuner Schleusentreppen münden, also heute schon einmal aufwärmen. 

Die Sonne brante ungemein. 5 Stunden Fahrt heute waren schon wirklich anstrengend. Dafür wurden wir aber so richtig braun oder wie es in der Jugendsprache so heißt, die Tanlines werden gepflegt.

In Beziers angekommen machten wir erst einmal etwas Pause, bzw. Felix und Marc holten erst einmal mehr Getränke.  

Im Hintergrund von Lille ist übrigens

Direkt am Ufer des Canal du Midi fällt die Villa Saint-Félix mit ihrer außergewöhnlichen Architektur sofort ins Auge, direkt hinter Lille. Die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Villa gilt als eines der schönsten Beispiele des Jugendstils in Béziers. Besonders auffällig sind das farbenfrohe Dach mit seinen glasierten Ziegeln, kunstvolle Keramikverzierungen und das Mosaik über dem Eingangsportal, das den Namen „Saint-Félix“ trägt.

Nach vielen Jahren des Leerstands und des Verfalls wurde die denkmalgeschützte Villa aufwendig restauriert. Heute erstrahlt sie wieder in ihrem ursprünglichen Glanz und erinnert an die Blütezeit Béziers, als der Wohlstand des Weinhandels zahlreiche prachtvolle Villen entlang des Canal du Midi entstehen ließ.

Um 18 Uhr, als es langsam minimal kühler wurde (nur noch 35 Grad) machten wir uns auf Beziers zu entdecken.

Pont-canal de l’Orb. Die imposante Kanalbrücke wurde zwischen 1854 und 1858 erbaut und führt den Canal du Midi in rund zwölf Metern Höhe über den Fluss Orb. Mit einer Länge von 240 Metern zählt sie zu den größten Kanalbrücken Frankreichs. Morgen fahren wir hierüber und wollten uns das heute mal anschauen.

Ursprünglich verlief der Canal du Midi auf einem Abschnitt direkt durch das Flussbett des Orb. Doch die starken saisonalen Schwankungen des Wasserstands – Hochwasser im Winter und Niedrigwasser im Sommer – machten die Schifffahrt oft schwierig und gefährlich. Mit dem Bau der Kanalbrücke konnte dieses Problem dauerhaft gelöst werden: Seitdem überqueren die Boote den Fluss sicher auf der Brücke, anstatt ihn zu befahren.

Der von dem Ingenieur Urbain Maguès entworfene Pont-canal beeindruckt nicht nur durch seine sieben mächtigen Steinbögen, sondern auch durch eine Besonderheit im Inneren: Unter dem wasserführenden Kanal verläuft ein Inspektionsgang, der bereits bei der Errichtung eingeplant wurde und bis heute die Wartung des Bauwerks ermöglicht.

Die Innenstadt von Beziers ist wirklich super schön.  Ein Highlight nach dem anderen. Marie brauchte leider eine kleine Pause, kam aber zum Abendessen mit Sophie wieder dazu und alles war gut.

Die Cathedrale Saint-Nazaire, das unübersehbare Wahrzeichen von Béziers. Durch ihre exponierte Lage auf einem Felsen ist sie schon von weitem sichtbar und prägt das Stadtbild wie eine mittelalterliche Festung.

Die heutige Kathedrale wurde nach der Zerstörung der Vorgängerkirche während des Albigenserkreuzzugs im Jahr 1209 im gotischen Stil neu errichtet. Der Bau zog sich über mehrere Jahrhunderte hin, wodurch verschiedene architektonische Elemente miteinander verschmolzen. Besonders beeindruckend sind die mächtigen Strebepfeiler, die hohen Gewölbe und der 48 Meter hohe Glockenturm, der einen weiten Blick über Béziers, die Weinberge und bis zum Mittelmeer ermöglicht.

Zum Abendessen gab es spanische Tapas im Pica Pica. Ein super Restaurant und ein echtes Highlight, also falls ihr mal in Beziers seid hingehen. Echt gut.

Zum Abschluss des Abends gab es eine Wasserlightshow um 22 Uhr und eine Videolightshow an der Kirche Sainte Madeleine um 22:30 Uhr. Die Videolightshow war echt super, Beides war for free und ein toller Abschluss des Tages,

Nun sitzen wir hier noch an Bord, es ist immer noch herrlich warm, es gibt kaltes Bier und G&T. Die Kinder haben beschlossen an Bord zu schlafen zumindest viere der Kinder. Gute Nacht für heute. Morgen gehen wir Schleusen!

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