Website-Icon FriMaLiJoAm – Weltreise mit drei Kindern

Venedig

Heute ging es ab nach Venedig. Wir freuten uns alle riesig auf diesen Tag. Die Kinder, weil sie Venedig schon in so einigen Filmen gesehen hatten und wir, weil wir die Stadt sehr mögen und wir uns freuten, den Kindern die besondere Plätze zu zeigen.

Vor der Abfahrt hatten wir noch rasch Frühstück im Hotel. In diesem Hotel mal so richtig Corona Style. Alles abgepackt, keiner darf ans Buffet. Man stellt sich ans Buffet und bekommt alles gereicht. Nicht wirklich schön und auch nicht besonders gut. 

Wir entschlossen uns nach längerem Hin und Her für die Anfahrt mit dem Zug. Das Auto stand umsonst beim Bahnhof und wir konnten gemütlich reinfahren. Durchaus zu empfehlen und sehr einfach, nur die Karten sollte man vorher buchen, da die Züge manchmal voll sind. Wir mussten 20 Minuten auf den nächsten warten.

Wir kamen mitten in Venedig an, die Sonne schien, obwohl der Wetterbericht wieder  Regen und Wolken angesagt hatte. Das Glück blieb da auf unserer Seite. Als wir eben gerade nach Hause gingen, fing es an zu regnen.

Die erste Aktion war für Marc völlig klar –  ein Wassertaxi nehmen – rein ins Taxi und über den Canale Grande bis zur Rialto Brücke. Einfach nur schön!!!

Es war voll, aber mit normalen Sommertagen nicht zu vergleichen. Die Asiaten und Amerikaner, eigentlich alle nicht Europäer fehlten und so war es ganz gut auszuhalten. Man kam überall gut durch und wir starteten an der Rialto Brücke, den Kindern unsere schönsten Spots in Venedig zu zeigen. Zuerst kamen sie uns etwas erschlagen von den vielen Eindrücken vor. Das legte sich aber nach und nach und sie genossen die Vielfalt der Stadt.

Von der Rialto Brücke zum Rialto Markt, mit der riesigen Auswahl an frischem Fisch. Johann wollte hier mal zum Angeln hin. Die Shops rund um den Markt lockten die Mädels dann auch und Amei und Lilian bekamen noch 1-2 schöne Kleider. 

Eines der Kleider trug Lilian dann auch gleich später zum Abendessen. Nach so viel Shopping hatten wir uns ein Eis bei Suso verdient. Tolles Eis, sehr zu empfehlen.  Die vielen kleinen Gassen waren ein großes Wirrwarr und wir ersuchten es, für uns zu entschlüsseln. Bei unserem letzten Besuch hatten wir einen tollen Buchladen gefunden, hier hatten wir auch ein Bild gekauft, welches wir später gerahmt haben. Die Bücher hier liegen teils in Booten und stapeln sich bis an die Decke.

Eine Gondelfahrt gehört ja auch zu einem richtigen Venedig Besuch und Amei fragte auch immer wieder: „wann fahren wir denn mal mit dem Boot“. Nicht weit vom Marcusplatz konnten wir einen guten Preis ergattern und machten eine Rundtour. 432 Gondolieri fahren in Venedig und nur eine Frau. 420 Brücken gibt es in Venedig – wir wissen ja alle, dass Hamburg mehr Brücken aufweisen kann als Venedig und Amsterdam zusammen 😉 Für uns ging es vorbei am Hotel Danieli, dem Dogenplast und der Seufzerbrücke. Es heißt, wenn man sich unter der Seufzerbrücke bei Sonnenuntergang in einer Gondel küsst, hält die Liebe ewig. Naja, der Sonnenuntergang fehlte leider – hält aber bestimmt trotzdem. 

So viel Fahrerei macht hungrig und nach dem dürftigen Frühstück war ein Boxenstopp angesagt. Direkt neben dem Kanal unsere Gondeltour fanden wir einen guten Italiener- Pizza und Pasta. Irgendwie hat die Bedienung Marcs großes Bier aber falsch verstanden. 🙂  Johann und Amei konnten nebenbei Fische füttern und bestaunen. Lilian schaute zu, wie der Kellner immer wieder versuchte neue Gäste zu bekommen und Marc war mit seinem Bier beschäftigt. Zwischendurch gab es mal ein Ständchen und wir freuten uns alle über diese schöne Pause.

Nun aber noch einmal so richtig touristisch – Seufzerbrücke – Campanile – Marcusplatz – Dogenpalast – Cafe Florian – wir ließen nichts aus. Amei hatte sich mehr Wasser und mehr Brücken vorgestellt. Lilian fand es klasse und Johann hätte gerne eine Angel gehabt.

Es blieb uns nun Zeit für eine kleine Tour nach Murano – rein in den Bus und ab über die Lagune. Die Boote waren knackig voll – aber die Ausblicke und das Feeling auf dem Meer waren einfach schön. Marc fand es wahrscheinlich am Schönsten, aber dafür die Kids in Murano umso mehr. Es gab so viele verschiedene Ketten, Glasfüllfedern, Steinchen, Masken und und …. Murano selbst ist gar nicht sooo schön und verfallener als Venedig, da lohnt sich Burano eher.

 

Zurück in Venedig San Marco stand auch schon das Abendessen an. Eigentlich ein Highlight des Tages. Das gesamte Drumherum war ein super Highlight. Wir hatten einen Tisch im Gio im relativ neuen St. Regis gebucht. Direkt am Canale Grande. Ein super Location! Alle Tische waren besetzt, die Bewertungen alle top, aber wir fanden das Essen eher schlecht und dazu noch mega teuer. Schade, aber trotz Planung kann auch so etwas mal passieren. Das Geld hätten wir besser investieren können. In Erinnerung wird es trotzdem bleiben, vielleicht gerade deswegen. 

Ruckzuck war es schon 21 Uhr und es blieb noch Zeit für eine kleine Tour über den nächtlichen Marcusplatz. Kleine Lektion für Lilian und Amei: nimm nie Rosen von irgendjemandem an. Nachdem der sehr nette Herr, der sagte, dass es nichts koste, dann doch nach Geld fragte, wanderten die Blumen wieder zurück :). Zudem wurde der Verkäufer der lustigen Fliegespielzeuge, die bunt in den Himmel flogen, vor den Augen von Lilian verhaftet, so dass auch dieser Wunsch nicht erfüllt werden konnte. Es blieben die üblichen Jump Bilder, während Johann den vergessenen Pulli im St. Regis abholte.

Zurück zum Bahnhof noch einmal quer durch die Stadt mit dem Boot über die nächtlichen Kanäle – unser Zug ging um 22:39. Wir waren nun alle müde und freuten uns, den Heimweg anzutreten. Die Boote waren um diese Zeit immer noch sehr voll, aber dennoch machte es Freude in die vielen erleuchteten Palazzos zu schauen.

Johann war todmüde, gefolgt von Amei und Lilian, unsere Nachteule, hatte noch etwas Energie.

Morgen ist ausschlafen angesagt, je nach Wetter entscheiden wir dann, wie es weiter geht.

Gute Nacht!

 

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